Scangeschwindigkeiten von > 10.000 amu/s sind technisch einfach zu realisieren, führen aber bei simpler Erhöhung der Steigung der Spannung am Quadrupol zwangsläufig zu verminderter Empfindlichkeit, insbesondere bei höheren Massenfragmenten.
Das patentierte Advanced Scanning Speed Protocol (ASSP) minimiert diesen Verlust an Sensitivität bei extrem hohen Scangeschwindigkeiten (Patent:US6610979). Der technische Hintergrund ist eine variable Rod Bias Spannung, die dafür sorgt, Ionen höherer Massen schneller durch den Quadrupolbereich zu schleusen.
Es ermöglicht Scangeschwindigkeiten von 20.000 amu/s ohne Verlust von Empfindlichkeit und mit guter Spektrenqualität (hohe Übereinstimmung mit kommerziellen Bibliotheken). Dadurch sind 100 full scans/s über einen dienlichen Massenbereich möglich.
Diese Datenabtastrate wird immer dann benötigt, wenn die chromatographischen Peaks extrem schmal werden (comprehensive GCMS (GC x GCMS)).
Natürlich haben auch bei der verbreiteten fast-GC-Technik hohe Scanraten Vorteile, alleine dadurch, dass die Quantifizierung präziser und das spectral skewing minimiert wird.
Einfluss unterschiedlicher Scangeschwindigkeiten auf die Empfindlichkeit
Durch ASSP wird der Ionendurchlass derart optimiert, dass selbst bei hohen Scangeschwindigkeiten kein Verlust an Empfindlichkeit feststellbar ist.
Konventionelle Methode                    
  Patentierte Methode (ASSP)
Hohe Empfindlichkeit bei hoher Scangeschwindigkeit
Bei fast GCMS mit ultra-narrow GC-Säulen und hohen Kopfdrücken werden sehr schmale Peaks erzeugt.
Um diese Peaks korrekt abzubilden werden 10-20 Datenpunkte benötigt.
Konventionelle GCMS mit 33 Hz oder 50 Hz–Technik sind dafür oftmals ungenügend schnell.
Das QP2010 Ultra mit 20.000 amu/s und 100 Hz stellt diese Peaks spielend dar.
Verbesserte Empfindlichkeit
GCMS-Messungen mit hoher Scangeschwindigkeit führen insbesondere bei höheren m/z-Werten zu Verringerung der Empfindlichkeit.
Durch ASSP wird dieser Effekt so stark minimiert, dass keine Unterschiede zu Spektren bei geringer Scangeschwindigkeit feststellbar sind.
Spektrales Pattern
Durch die ASSP-Funktion wird der Verlust der Sensitivität im oberen Massenbereich bei hoher Scangeschwindigkeit vollständig ausgeglichen.
Dadurch bleibt das spektrale Pattern wie in klassischen Quadrupol-Systemen (mit denen die kommerziellen MS-Bibliotheken erstellt wurden) erhalten.
Das bedeutet: optimale Übereinstimmung bei der Bibliothekssuche – egal mit welcher Scangeschwindigkeit.