Analyse von chlorierten Agrochemikalien in Kohl

Analyse von chlorierten Agrochemikalien in Kohl 

Rückstände von Agrochemikalien in landwirtschaftlichen Erzeugnissen sind gesundheitsgefährdend und daher unerwünscht. Aus diesem Grund gibt es festgelegte Höchstwerte für Belastungen durch Rückstände in Produkte, die zur Verzehr hergestellt werden. In der Lebensmittelanalytik enthalten die Proben oft sehr viele Inhaltsstoffe, was zu einer erheblichen Verlängerung der Analysezeit führt. Diese Zeit kann dramatisch verkürzt werden, indem ein Backflush verwendet wird.

Ein Beispiel für die Backflush Technik und einer Halbierung der Analysezeit ist nachfolgend gezeigt:

Chromatogramm eines Kohlextrakts gespikt mit acht chlorierten Agrochemikalien
(α-BHC, β-BHC,γ-BHC,δ-BHC, P.P‘-DDE, O,P’-DDT, P,P’-DDD, P,P’-DDT, jeweils 0.1 µg/mL)
 

Der gesamte Lauf benötigt 32 Minuten um alle Komponenten inklusive Hochsieder zu eluieren. Zur Erfassung von BHC (Retentionszeit < 12 Min) reichen allerdings bereits 12 Minuten aus, so dass nach 12 Minuten der Backflush aktiviert werden kann. Damit ergibt sich eine Gesamtanalysezeit von nur noch 15 Minuten. Diese entspricht weniger als der Hälfte der ursprünglich benötigten Zeit.

Durch eine Blindprobe im Anschluss wurde nachgewiesen, dass keine Komponenten im System verbleiben.

Chromatograms of cabbage extract and sample made by adding eight chlorine-based agricultural chemica

Die folgenden fünf Chromatogramme von Backflush Analysen verdeutlichen die präzise Arbeitsweise dieser Technik mit ausgezeichneten Reproduzierbarkeiten. Diese Resultate bestätigen eindrucksvoll, dass keinerlei Komponenten auf der Säule zurückbleiben.

Chromatograms of cabbage extract and sample made by adding eight chlorine-based agricultural chemica

Wie oben gezeigt reduziert ein Backflush die Analysezeit und verhindert den vorzeiteigen Verschleiß der GC-Trennsäule. Zudem werden Shifts in den Retentionszeiten vermieden.

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